Schwarz-Weiß Fotografie

„Überwachung“

Die Gruppe Schwarz-Weiß Fotografie hat sich die Ausstellung „Watched!“ im C/O Museum für Fotografie in Berlin angesehen, um einen ersten Eindruck zu erhalten, wie man das Thema „Überwachung“ mit analoger Fotografie umsetzen kann. Die Austellung hat der Gruppe gezeigt, wie viele Arten der Überwachung es gibt. Dabei sind nicht alle so auffällig wie die Videokameras an Bahnhöfen. Viel mehr werden die Menschen auch überwacht ohne, dass sie sich dessen bewusst sind. Soziale Medien und deren Datenspeicherung sind nur ein Beispiel davon.

Aber braucht man Überwachung wirklich? Und in welchem Ausmaß? Eine Teilnehmerin der Gruppe äußerte dazu, dass es ihr eigentlich egal wäre, ob sie überwacht würden, sie hätte ja nichts zu verbergen. Aber wie sieht schon jemand aus, der etwas zu verbergen hat? Ist die Realität wirklich zu vergleichen mit dem Klischee, dass sich in unserem Kopf bildet? Und vor allem hat nicht jeder die Rechte an dem Material der Überwachung egal, ob er aussieht wie ein Gangster oder nicht?

Die Gruppe hat sich auch damit beschäftigt, wozu Überwachung gut ist. So kann sie bei Ermittlungen an Tatorten von großer Bedeutung sein. Aber wann dürfen die Daten ausgewertet werden und wie findet diese Auswertung überhaupt statt? Sind es Maschinen, die brauchbare Infos herausfiltern, oder schauen sich tatsächlich Menschen die Materialen an, auf denen vielleicht sogar wir abgebildet sind? Aber nicht nur dabei stieß die Gruppe darauf, ob dieses ethisch vertretbar ist, sondern auch hinsichtlich des Gebrauchs von Überwachung. Wenn Menschen mit falschen Beweggründen Leute überwachen, kann es schnell zu ernsthaften Problemen kommen. Ein großes Thema ist da zum Beispiel „Stalking“. Denn wenn Menschen überwacht werden, kann sich ihr Leben schlagartig verändern. Ein Stück weit werden sie dabei sogar ihrer Freiheit beraubt.

Mit verschiedenen Fotoserien hat die Gruppe Schwarz-Weiß Fotografie in Einzel- und Kleingruppenarbeit versucht all diese vielseitigen Aspekte zum Thema Überwachung analog festzuhalten. Dabei haben sie sich zuerst Motive überlegt, die möglichst gut ihre Ansichten verkörpern, bevor sie Model standen und fotografiert haben. Danach haben sie in einer Dunkelkammer ihre Fotos entwickelt und sie später ausgestellt.

Link zu den veröffentlichten Fotoarbeiten, abfotografiert in der Abschlussausstellung:

Ohne Titel

Ohne Titel